R.I.P. Kitti

Sie hat es leider nicht geschafft und ich bin sehr traurig. Am 24. Mai erlag eine liebe Freundin ihrer schweren Erkrankung. Kitti wurde nur 57 Jahre alt. Ich lernte die Schwedin persönlich kennen, da waren unsere Akitamädchen 15 Wochen alt. Schon bevor Kitti ihre kleine Mirai im Frühjahr 2018 nach Schweden holte, schrieben wir einander. Im Dezember 2017 besuchte ich unsere Yumi im Kennel, hielt auch Kittis kleine Mirai auf dem Arm und schickte ihr das Foto. Ihre Freude beim Abholen werde ich nie vergessen. Sie war mindestens genau so vernarrt in ihre Hündin wie ich in meine. Seither waren wir freundschaftlich über ein soziales Netzwerk miteinander verbunden, tauschten Bilder und kleine Geschichten aus. Kitti schrieb ebenfalls einen Blog über Mirai mit schönen Fotos. Am 16. Mai teilte sie mir über einen Chat persönlich mit, dass sie schwerkrank in einer Klinik läge. Dann ging alles sehr schnell … Ich kann es nicht fassen, dass sie nun nicht mehr ist. Ich werde sie sehr vermissen. Meine Gedanken gehören ihrer Familie und Mirai, die nun endgültig ihre „Mama“ verloren hat.

Im Moor

Vor wenigen Tagen wanderten wir bei schönstem Maiensonnenschein durch eines der größten Moorgebiete Europas, dem Himmelmoor, gelegen in Quickborn nahe Hamburg. Bis vor zwei Jahren wurde dort noch kräftig Torf abgebaut. Das urtypische Moor erobert sich seit der Stilllegung des Torfwerkes die künstliche Verlandung zurück. Ein artenreiches Wander- und Naherholungsareal immensen Ausmaßes entwickelt sich nach und nach. Dort gibt es u.a. nur im Frühjahr die berühmten blauen Frösche zu sehen.

Yumi und wir genossen unseren Ausflug durch die einzigartig schöne und bizarre Landschaft mit ihren weichen, warmen und torfbraunroten Böden. Wir hatten zudem das Glück, die zauberhafte Wollgrasblüte zu sehen.

In den Gleisen der alten Torfbahn erinnerte Yumi mich an Hashiko.

Alles für die Katz‘

Und plötzlich wurde Yumis Sonntagsruhe jäh unterbrochen von einem Gast, der allerdings keinen Zugang fand, da wir den Garten mit Kaninchendraht extra gegen Katzen sicherten. Erstens muss ich hier keine Hund-Katzenjagd direkt vor der Tür haben und zweitens sollen unsere wenigen heimischen Vögel, die uns noch verblieben, in Ruhe Saaten futtern können, ohne dass sämtliche streunenden Katzen auf der Lauer liegen.

Yumi bemerkte den Gast hinterm Zaun zunächst nicht, bis sie kurz darauf den Geruch witterte, sich zu dem Miniaturtiger umdrehte und schließlich gemächlich aufstand. Das etwas lebensmüde Kätzchen begann kampfbereit zu fauchen und formte einen Katzenbuckel, der sie beinahe doppelt so groß erscheinen ließ. Da Yumi bereits Katzen durch die Tiere meiner Tochter kennen lernte, zeigte sie sich entsprechend wenig beeindruckt von den Drohgebärden hinterm Gartentor. Als „Minka“ schließlich hinterm Zaun verschwand, suchte Yumi kurz nach ihr, kam dann aber schließlich zu uns ins Haus.

Haariger Sonntag

… mit viel Ruhe, Wind und Sonne.

Nach vielerlei Bürstenorgien der letzten Tage ruht Yumi mal wieder genüsslich im Garten. Da kommt aber auch eine Menge an Wolle aus so einem erwachsenen Akita zusammen – unfassbar. Ich habe nun begonnen, diese in einem Karton zu sammeln und daraus Wolle spinnen zu lassen.

Gardening

Überall ist mein Yumimädchen dabei, auch wenn ich Gartenarbeit verrichte oder gemütlich in der Gartenschaukel chille. Sie liegt am liebsten unter der Schaukel im kühlen Kiesbett. Bei warmem Wetter mögen beinahe alle Hunde nicht gerne laufen, schon gar nicht die nordischen Rassen. In den nächsten Tagen kommen erst einmal die Eisheiligen. Dann wird Yumi wieder munterer.

Träume

… von Vergissmeinnicht.

Nach einigen notwendigen Regentagen, für die ich sehr dankbar war, konnten wir heute ein Stündchen bei Sonnenschein im Garten chillen. Yumi putzte sich ein wenig, denn ihre Unterwolle beginnt sich zu lösen. Da juckt dann schon mal der Pelz. Sie genoss eine kleine Massage auf der Wiese, die ich ihr gab, dann schlummerte sie ein Weilchen. Ein aufziehender kühler Wind trieb uns zurück ins kuschelige Heim.

Frühlingsdüfte

Zwischen den Schauern gönnten wir uns einen sonnigen 1. Mai-Spaziergang. Die Natur grünt und blüht mächtig auf. Yumi genoss das Rennen und Schnüffeln und wir den Frühlingswind, der lauter süße und würzige Düfte in unsere Nasen trieb.