Traum

Am 27. Juni brachte die zauberhafte Hündin Kashiwa no Ki E’Seiya no Ichirou, genannt Seiya, unseren lang ersehnten Akitarüden Dai Benjiro go KiYama zur Welt. Der Vater Shinryuu go Kodai an Dell’Antico Matagi, genannt Shin, ist ein imposanter, wunderschöner, mehrfach prämierter Rüde. Unsere kleine Pupsnase bahnt sich nun muttermilchschlürfend den Weg ins spannende Hundeleben und wird sicher zu einem ebenfalls wunderschönen Kerl heranwachsen. Wir können gar nicht in Worte fassen, wie glücklich und dankbar wir sind. In vier Wochen dürfen wir den kleinen Wolf ein erstes Mal besuchen.

Unsere Yumi wird staunen, wenn der Lütte erst einmal im neuen Zuhause ankommt und alles aufmischt, was ihm vor die Pfoten kommt. Das Brüderchen wird ihr gut tun – vermutlich aber nicht gleich zu Anfang … 😀

Ein Traum wird nach langem Warten endlich wahr!

Wir sind stolz darauf, einen Rüden aus einer sehr erfahrenen Zuchtstätte von fantastischen, mehrfach ausgezeichneten Elterntieren zu bekommen. Das ist für uns eine Auszeichnung.

Wir sind so gespannt auf Benjiros weitere Entwicklung. Hoffentlich erlebe ich das noch und platze nicht vorher vor lauter Vorfreude!

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Sibylle Rother.

Boss

… oder nicht Boss – das ist die Frage!

Es verwandelt sich gerade wieder etwas im Familiengefüge. YumiPumi legt mittlerweile viel Wert auf ihr Territorium, sowohl inhäusig als auch draußen. Sie ist eine erstklassige Wachhündin, ihr entgeht praktisch nichts. Ich muss ihr dieser Tage allerdings immer wieder einmal mit Nachdruck klarmachen, dass ihr weder unsere noch weitere Straßen drumherum gehören und sie sich die Umgebung mit weiteren vierbeinigen Kumpels zu teilen hat.

Yumi ist sehr aufmerksam geworden und frisst nun endlich regelmäßig und gut. Die Küche wirkt magisch anziehend auf die Akitadame mit dem zauberhaften Lächeln. Das Dauergemäkel ist vorbei und sie verhält sich den Hunden auf dem Hundeschulplatz gegenüber viel aufgeschlossener.

In 10 Wochen wird sie sich ihr Zuhause mit einem neuen, weiteren Familienmitglied teilen lernen müssen. Ich bin sicher, das wird ihr sehr gut tun – und uns ebenso … Wir sind voller Vorfreude! 🙂

Meinst du? …

Endlich …

wieder Hundeschule!

Wir hatten heute so viel Spaß. Wir trainierten u.a. Slalomlaufen. Jeder Hund musste bei Fuß ohne Leine um alle anderen Hunde im Slalom herumlaufen. Des weiteren ließen wir unsere Hunde abgeleint uns zu Füßen liegen und warfen ein Quietscheschwein aus Gummi von Mensch zu Mensch im Kreis herum. Dabei lachten und klatschten wir, was beinahe alle Hunde irritierte. Die einen sprangen auf und wollten mitspielen, andere scheuten ein wenig vor dem Geklatsche.

Auch wurde der Rückruf im Zusammenhang mit Futterablenkung trainiert. Jenny, die Trainerin, brachte eine Dose Hundefutter ins Spiel. Nacheinander durfte jeder Hund daran lecken und durchaus auch davon naschen. Die Aufgabe war, den Hund vom Futter augenblicklich zurückzurufen. Es war so witzig, wie unterschiedlich die Hunde daran fraßen und sich zum Teil eher schlecht als recht zurückrufen ließen. Mel, eine gewitzte Mischhündin, fraß mal gleich als Erste ein Loch tief ins Fleisch und brachte beim Rückruf die ganze Dose mit zu ihren Menschen. Dabei hatte sie alle Lacher auf ihrer Seite.

Yumi fand das Futter weniger Interessant, dass Jenny etwas nachhelfen musste, die Dose an sich nahm und Yumi damit anlockte. Zunächst fand Yumi Jenny viel interessanter. Dann aber ließ sie sich akita-like herab und kostete von dem seltsamen Fraß. Der Rückruf klappte ganz wunderbar. Auch beim Wiederholen der Übung konnte ich Yumi super zurückrufen – *stolzaufsiebin. 🙂

Sollte unterwegs einmal irgendwo ein Giftköder ausgelegt sein oder gar ein lustiges Kaninchen in der Nähe haken schlagen, dann sind genau diese Rückrufe Gold wert, sofern sie klappen. Ich übe das regelmäßig mit Yumi, denn Gelegenheiten dazu liefert der Alltag genug, z.B. wenn uns andere Hunde entgegen kommen oder Fahrräder, Hasen etc. unsere Wege kreuzen. Ganz in der Nähe z.B. gibt es ein Hühnermobil. Auch da trainiere ich mit ihr und „desensibilisiere“ ihr angeborenes Jagdinteresse. Insofern war ich heute sehr zufrieden mit dem Training.

Aber – seien wir einmal ganz realistisch: was wäre, würde irgendwo ein fies vergiftetes Leberwurstbrot liegen … ich denke, die meisten Hunde würden es schneller verschlungen haben, als der Mensch in der Lage wäre, ein Rückrufkommando über die Zunge zu bringen, sofern er es überhaupt mitbekäme. Da mag man dann STOPP, SCHLUSS, HALT oder sonst einen eigens gewählten Befehl brüllen. Die meisten Hunde hätten das Gift ratzfatz verschlungen. Ein Grund mehr für mich, meinen Hund möglichst lückenlos im Auge zu behalten, wenn er denn mal Freilauf genießt.

Unterwegs

… mit Yumiwölfin in der Sommersonne. Wir gingen nur eine kurze Runde, da sich die Sonne gegen die aufgezogenen Wolken durchsetzte. Plötzlich war es zu heiß. Wieder daheim, tranken wir Wasser um die Wette.

Mohn

heute Morgen schien die Sonne so herrlich in die frisch aufgeblühten Mohnblumen am nord-östlich ausgerichteten Eingang. Was für ein Wunder, dass dort trotzdem meine Rosen, Mohnblumen und vielerlei anderer Rabatten munter blühen. Dieser Mohn ist ganz besonders schön, da er eine ganz tief rote und nicht diese grell rote Farbe hat, obwohl ich die auch gern mag.

Yumi gesellte sich dann gleich mal dazu, als ich mit meiner Kamera die blühenden Schönheiten einfing. Mohn blüht ja leider nur ganz kurz, da wollte ich sie zumindest fotografisch länger erhalten.

Yumi ist nun komplett abgehaart und schaut deshalb sehr schlank aus. Eine nackig gemachte Akitadame. In den kommenden Tagen wird es sehr warm, dann muss unser süßes Mädchen nicht so schwitzen. Die Hauptspaziergänge finden vorerst in den kühleren Morgen- und Abendstunden statt. Dazwischen sucht sich YumiPumi für gewöhnlich ruhige Schattenplätze und pennt. HACH – Hund müsste man sein …

Entscheidung

Manche Entscheidung fällt eher schwer, bedarf ein ausreichendes Abwägen, gute Recherche, professionelle Beratung, Herz- und Bauchgefühl.

Wir ließen Yumi vor 11 Tagen kastrieren unter Erhalt des Uterus. Natürlich wählten wir den hormonell günstigsten Zeitpunkt in der Zykluspause (Anöstrus). Sie hat die OP gut überstanden, trug 10 Tage lang einen feschen Body und hatte ausreichend Zeit, sich von den Strapazen zu erholen. Vorgestern wurden die Fäden der 5 cm langen Narbe gezogen. Seitdem geht es rasant bergauf mit ihr, so dass ich sie heute baden konnte, um Bakterien und ungute Gerüche runterzuwaschen. Im halbnarkotischen Zustand pieselte sie sich nämlich komplett ein, ein zweites Mal direkt Zuhause. Die Arme war noch so wackelig auf den Beinen. Der massive Harndrang war der Infusion geschuldet, welche sie nach der OP bekam. Bis die Fäden gezogen waren, trank Yumi auffällig viel Wasser. Vermutlich war das dem Spannungsgefühl am Bauch geschuldet, denn das verstärkte Saufen hörte nach dem Fädenziehen schlagartig auf.

Letzte Wolle vom Fellwechsel löste sich beim Baden. Nun duftet sie wieder pfirsichfrisch, blitzt und glänzt und fühlt sich sichtlich wohl. Nach dem Föhnen schnüffelte sie ein wenig im Garten herum mit noch nassem Näschen. Das Futter schmeckt ihr wieder und sie frisst endlich ausreichend.

Yumi hatte schwer mit den vier Läufigkeiten und den Scheinschwangerschaften zu tun, welche sie durchlebte. Kaum, dass sie sich von der einen Läufigkeit erholt hatte, kündigte sich bereits die nächste an. Sie verlor jedes Mal ein paar Kilo Gewicht, da ihr häufig übel war und sie deshalb das Futter verweigerte. Das wiederum hatte zur Folge, dass ihre Magensäure anstieg und die Übelkeit ins Galle Spucken überging. Selbst mit „Extrawürsten“ konnten wir sie nicht da heraus holen. In den Phasen des Progesteronanstiegs zeigte sie sich kränklich, z.B. leckte ein Auge, einmal stellte sich ein Schnupfen ein, es gab auch mal Hautausschläge – sie war insgesamt gesundheitlich instabil. Nur in den kurzen Phasen der Zykluspausen ging es ihr richtig gut.

Im Vorfeld der Läufigkeiten schnüffelte sie tagelang intensiv beim Spazierengehen, bekam gar nicht mehr wirklich mit, was um sie herum geschah, war nicht beschulbar und wirkte gereizt. Nun haben wir sie aus diesem hormonellen Dauerkarussell befreit. Züchten wollten wir eh nicht mit ihr.