Sam

is in da house!

Gestern hatten wir ein professionelles Training mit dem Berner Rüden Sam meiner Tochter, Benji und Yumi. Insbesondere die beiden Rüden sollten im Freilauf einen verträglichen Kontakt miteinander entwickeln. Wir gingen vorerst mit beiden Rüden angeleint über die Wiese und leinten sie schließlich im Gehen ab. Wie von Trainerin Jenny vorausgesehen, stürmte Sam sofort auf Benji los und markierte mal gleich den Macker. Benji, der sonst gerne den Macker raushängen lässt, war sehr schnell sehr beeindruckt von dem fremden, fast dreijährigen Rüden und ging in Demutstellung. Alles verlief bilderbuchmäßig, kein Beißen, keine bösartigen Aggressionen.

Allerdings ging es im weiteren Verlauf darum, Sams Jagdtrieb gegen Benji sofort zu unterbrechen und Benji darüber hinaus Sicherheit zu geben. Der „Kleine“ verzog sich nämlich äußerst irritiert in eine Wiesenecke. Wir holten ihn nach einem Weilchen wieder zurück und ließen ihn aus der Distanz zusehen, wie Yumi, die wir unterdes dazu geholt hatten, mit dem „bösen“ Sam spielte und ihm reichlich Paroli bot. Auch schien es Benjpoo zu beeindrucken, wie sich seine Sis völlig frei und selbstbewusst mit dem anderen Macho über die Wiese bewegte.

Ganz langsam kam unser junger Rüde aus seiner Schockstarre heraus, sein eingezogener Schwanz hing zumindest schon mal auf Halbmast und er schien Interesse daran zu entwickeln, mitzumischen, traute sich aber noch nicht so ganz. Sam hatte unterdes das Interesse daran verloren, Benji zu jagen. Er umwarb lieber die Diva. 😀

Als sich alle drei Hunde schließlich mehr oder weniger entspannt beieinander aufhielten, beendeten wir das Training. So konnten die Fellnasen die Erfahrungen positiv abspeichern. In nächster Zeit sollten wir dieses Training öfter wiederholen, damit die beiden Rüden einander nachhaltig akzeptieren lernen, vielleicht sogar Budy-Budy werden.

Wir hatten jedenfalls Spaß miteinander. Meine Tochter war von unserer Trainerin beeindruckt. Jenny ist einfach die BESTE! Wir können uns keine bessere vorstellen! Sie kann sowohl Hunde als auch die dazugehörigen Menschen exzellent lesen und das Beste aus ihnen herausholen.

Models

Sind sie nicht grandios schön, die beiden Akitahasen?

Benji bleibt nun auch ganz ruhig sitzen und/oder liegen neben seiner großen Schwester. Er lernt nicht schnell, aber er lernt. 😀 Yumi war in seinem Alter gelehriger. Der Rüde hebt deutlich öfter zum Diskutieren an. Aaaaaaber – Mami ist leider SEHR konsequent. Da hat Monsieur keine Chance… naja, vielleicht manchmal … aber nur, weil ich es so will … glaube ich …

Ich muss mich einfach auch auf ihn verlassen können. Beide Hunde müssen sich auf Befehl ablegen und solange liegen oder sitzen bleiben, bis ich sie wieder abrufe. Man stelle sich mal zwei unerzogene Akitas in z.B. einem Restaurant vor.

Natürlich belohne ich die beiden Pupsnasen mit z.B. getrockneten Hühnerherzen, nachdem sie Übungen super gemeistert haben. Das sind Leckerlis, die sie besonders gern fressen.

Obwohl Benji schon etwas größer ist als Yumi, sieht er auf den Bildern oftmals kleiner aus, weil ihm irgendwie noch die Körperspannung fehlt. Das dicke Baby ist noch etwas unkoordiniert und recht gemütlich drauf. Jedoch draußen sollst ihn mal erleben wenn ein anderer Rüde seine Straße benutzt … Dann hängt mir plötzlich ein gefühlt doppelt so großer und schwerer Kerl in der Leine. Von Baby ist da augenblicklich nix mehr, sondern ein in Menschenalter umgerechnet 14-jähriger Stinkstiefel² kommt hervor, der nicht weiß, wohin mit seinem ganzen Testosteron. Da besteht also noch viel Luft nach oben in der Erziehung. 😉 Wir sind dran … konsequent!

Zur Orientierung: Yumi ist heller um die Augen. Außerdem hat sie eine zartere Kopfform. Benji entwickelt nicht nur innerlich seinen Dickschädel. 😀 Dennoch: er ist ein außergewöhnlich sonniger Rüde, mag Menschen, kommt auf der Hundeschulwiese prima mit Artgenossen aller Art klar und interessiert sich für seine sich immer weiter ausdehnende Welt – insgesamt eben open mindet.

Winter

… ist toll, wenn endlich einmal wieder richtig Schnee liegt! Das finden auch unsere Hunde und deshalb spielten sie nachmittags eine zweite Runde im Neuschnee. Noch immer rieselt das kalte Weiß auf die Erde. Yumi und Benji genossen den neu gefallenen Schnee. Für Hundenasen muss alles besonders frisch und gut duften. Wenn man aus der japanischen Präfektur Akita stammt, dann hat man ein dickes Fell und trägt die Kälte in den Genen.

Schneetreiben

Heute bekommt endlich auch der Norden etwas vom Schnee der letzten Tage ab, an denen Mittel- und Süddeutschland eher schon eine Schneekatastrophe zu erleiden hatten. Noch vor meinem Frühstück durften unsere Akitas im verschneiten Garten tollen und Eis essen gehen.

Nicht allein, dass die beiden Fellnasen mal wieder mächtig Spaß daran hatten, ausgiebig zu tollen, das Bad im Schnee war gleichzeitig auch eine hervorragende Fellpflege.

Der freche Youngster versuchte immer wieder Yumi zu decken, doch die weiß sich größtenteils gut dagegen zu wehren. Heute wurde sie zwischendrin richtig stinkig und kniff ihm kräftig in die Flanke. Der junge Rüde ließ ab und kuschte, ging dann ein Weilchen besser allein Eis essen. 😀

Pfotenpflege

… nach dem Einzeltraining mit Jenny auf der großen, schneebedeckten Wiese. Yumi und Benji konnten nach Herzenslust über die gesicherte Wiese tollen. Wir trainierten mit Benji Leinenführigkeit und Frustrationstoleranz. Endlich wenigstens ein bisschen Training im Lockdown mit dem pubertären Rüden.

Die Pfoten beider Hunde waren hinterher an manchen Stellen wund vom Eis und Schnee. Ich massierte eine Pfotenpflege ein. Eines von Yumis Pfoten musste ich sogar etwas verbinden.

Yumi bekam vor zwei Tagen ein neues Körbchen, da Benji ihr altes reichlich maltretierte. Nun ja, nach gut drei Jahren darf auch mal ein neues Hundebett angeschafft werden. Sie hat sich sofort dankbar in ihr neues Bett gekuschelt.

Benji ist nun schon größer als Yumi und braucht ernstgemeinte Ansagen. Er testet sich immer wieder aus. Jenny lobte den Rabauken und meinte, ihm würde die Sonne aus dem Allerwertesten scheinen. Trotzdem versuchte Herr Sonnenschein heute Papi Käse vom Frühstückstisch zu klauen.

Nach dem Training gab es Kuhhaut zum Knabbern und Benji spielte ein Weilchen zufrieden mit dem Inhalt des Hundespielkorbes, bis auch ihm die Augen zufielen wie seiner großen Schwester.